Hier ein Artikel aus der Solinger Morgenpost von heute:
http://www.rp-online.de/bergisches-land ... -1.3060268Ich weiss nicht so recht, was man damit bezwecken will. Vor allem finde ich das Bild was man zeichnet gegenüber dem gewöhnlichen Leser, der nun nicht so handballbegeistert ist, äußerst unklug. Letztes Jahr hat man die KH für einen mittleren sechsstelligen Betrag erstligareif gemacht und nun will man den Leuten weiß machen, dass die Halle keine zehn Spiele später "ungeeignet" ist?
Dazu ist mir in diesem Artikel ein wenig zu viel Zukunftsmusik drin. Sicherlich ist es (auch aus Pressesicht raus) sinnvoll dieses Thema zu forcieren. Dies aber auf Kosten einer möglicherweise wieder entflammenden Diskussion über die Identifikation und den grundsätzlichen Standort zu machen (das verrät schon die Überschrift), finde ich sehr gewagt und unklug.
Denn Fakt ist, dass es ohne den Standort Solingen ebenso nicht geht, wie ohne den Standort Wuppertal. Und zwei neue Hallen sind auch utopisch. So geht aus meiner Sicht kein Weg dran vorbei, auch bei einer möglichen "Bergischen Campus Arena" ein paar Spiele in der KH auszutragen. Nicht wie dieses Jahr 8, sondern 4-5. Das ist das Mindeste was man dem Standort Solingen schuldet. Will man überhaupt keinen Umzug mehr, muss man eine neue Halle auf die Stadtgrenze setzen.
Das größte Kirchturmdenken überhaupt besteht aber mal wieder in den Rathäusern (wen wundert's). In Wuppertal wird dies besprochen, in Solingen jenes. Aber dass sich BEIDE OB's mit dem Beirat mal an einen Tisch setzen und über eine tragfähige, nachhaltige Lösung beraten, liest man nirgendwo. Das zeigt doch, dass jeder nur an seinen Kirchturm denkt und sich lieber mit Sex- und Pferdesteuern (also Flickschusterei)beschäftigt, als mal über den Tellerrand hinaus zu schauen.