Natürlich sind die Emotionen und Äußerungen der Anhänger verständlich. Doch ist es nicht allzu legitim, dass ein gegnerischer Verein alle Statuten prüft, um evtl. ein verloren gegangenes Spiel doch noch für sich zu entscheiden? Im Fußball wird bis in der Verbandsliga (und sicher auch noch tiefer) nach einer Niederlage erst einmal der Spielberichtsbogen auf evtl. "falsch eingesetzte" Akteure beim Gegner geprüft.
Dass sich im Handball derzeit anscheinend zwei "Organisationen" nicht ganz einig sind, hätte bei einem Profiverein wie dem BHC doch erst recht dafür sorgen müssen, sich von beiden Seiten (HBL und DHB) im Vorfeld schriftlich eine Absicherung zu besorgen. Dies scheint ja -zumindest von einer Seite- nicht erfolgt zu sein.
Dass man sich im Endeffekt dann selbst nicht mehr sicher war, zeigt die Aktion beim HSG-Spiel, als Spieler Pekeler plötzlich vorsichtshalber nicht mehr auf dem Spielberichtsbogen stand.
Aber es kann doch nicht an einer Person hängen, sich im Vorfeld einer Partie (ganz besonders unter der Prämisse, aufsteigen zu wollen/müssen) um die Spielberechtigungen seiner Akteure zu kümmern. Immerhin diskutieren wir hier über einen Profiverein. Gibt es da nicht noch genügend Personen im Umfeld, denen -zumindest auch- eine Teilschuld zugesprochen werden müsste?
Fakt ist doch: der BHC steht derzeit nur knapp auf einem Relegationsplatz nur neuen, eingleisigen zweiten Bundesliga 2011/12. Sollte man jetzt nicht der Realität in die Augen blicken und alles daran setzen, dort auch am Saisonende zu stehen? Oder dient die Entscheidung von gestern nur als Alibi für die nicht optimal verlaufene Saison auf sportlicher Ebene? Auch in der Fußball-Bundesliga wird diese Saison (und es gibt doch eigentlich nichts schöneres) wieder einmal deutlich, dass Geld alleine keine Tore schießt. Warum nicht einmal den Kampf annehmen und hoffentlich schon heute in Rheinhausen, bei einem direkten Konkurrenten, damit beginnen?