Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon werbefuzzi am Di 14. Mai 2013, 23:18

Da ich bislang (seit etwa15 Jahren) immer auf der Vortribüne-Mitte, also jetzt auf den teuren Plätzen gesessen habe, ist die Erhöhung in der Tat recht hoch.
Vor vier Jahren hat die Dauerkarte auf allen Plätzen noch 160 Euro gekostet, die Saison danach 180 Euro. In der Erstligasaison ist der Preis dann auf 230 erhöht worden. In der vergangenen Spielzeit ist der Preis dann bei 230 Euro geblieben, da es da ja eigentlich 19 Heimspiele hätte geben sollen, durch die Insolvenz von Schwerin sind es praktisch nur 18. Für die nächste Spielzeit ist dann der Preis auf 390 Euro erhöht worden, als Dauerkarteninhaber mit Rabatt auf 310 Euro. Als "neuer" Zuschauer müßte man also 390 Euro für meinen Platz berappen.
Den Anstieg von 160 auf 390 (310) Euro innerhalb von 4 Jahren finde ich nicht ohne. Aber das muß jeder für sich selbst entscheiden. Ich weiß aber von Vielen aus meinem Block, das sie dieses "upgrade" nicht mitmachen.
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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon drmottek am Mi 15. Mai 2013, 08:21

Natürlich sind die Preise angehoben worden und das ist doch auch völlig normal. Vielleicht sollte man mal bedenken, ob die alten Preise nicht doch deutlich zu niedrig waren. Das ist dem Zuschauer zwar egal bzw. ja nur recht, aber für den Verein ist es nicht gut. Ich habe mal kurz beim einen oder anderen Verein aus unserem möglichen Tabellensegment nachgeschaut und da liegen wir, was die Dauerkartenpreise betrifft, gut im Mittel. Klar, findet keiner Preiserhöhungen toll, aber ich denke, das ist ein realistischer Preis.
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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon Sven am Mi 15. Mai 2013, 08:44

Hallo Drmottek, hallo Werbefuzzi,

Drmottek - danke. Das wollte ich gestern schon geschrieben haben, bin aber nicht mehr dazu gekommen. Ich möchte dem Nachdruck geben.

Micha, nicht bös sein - ich verstehe auch durchaus Deine persönliche Situation und das dies für Dich ärgerlich ist.
Aber drmottek hats geschrieben - und das ist symptomatisch dafür, warum in Solingen immer mehr der Eindruck entsteht, es würde nur gemosert und bemängelt. Statt dankbar und glücklich zu sein, das man die Topkarten beim BHC jahrelang zu im Vergleich Spottpreisen bekommen und hat und nun mit den Schultern zu zucken und zu sagen "OK, danke für die vielen günstigen Jahre mit bester Sicht, aber das war eigentlich klar und ich schaue nun eben von ein paar Reihen weiter hinten - sieht man ja auch gut und ich bin günstiger dabei" wird die Preiserhöhung kritisch ins Visier genommen. Nicht die Erhöhung geht an der Realität vorbei, sondern der bisherige Preis.
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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon Sven am Mi 15. Mai 2013, 08:51

Absichtlich neuer Absatz, weil offtopic, aber gerade passend:

"OK, heute war das Spiel teilweise nix. Aber in der Liga kann man nicht alle weg hauen und wir sind souverän sofort wieder aufgestiegen, was vorher kaum jemand gelungen ist" - Solinger Sicht "Boah, was machen die denn da? Wofür hab ich heute gezahlt, ich kann doch wohl von Profis erwarten, das die das Tor treffen"

"Rostock ist bestes Rückrundenteam, hat Emsdetten geschlagen und stört sehr erfolgreich unser Spiel" - Bei uns "Boah waren die schlecht heute. Da klappte ja gar nix. So steigen die direkt wieder ab"

"Aufstiegsfeier mit Freibier und freier Verpflegung, Bus bringt mich kostenlos hin, Solingenr OB hat im Kontrast bislang nicht mal angerufen - OK, dann eben in Wuppertal" - Solinger Sicht: "Warum schon wieder Wuppertal, da fahre ich dann aber nicht hin. Mitten in der Saison sowieso albern, schon zu feiern"

"Endlich mal eine stimmungsvolle Aktion des Vereins mit der blauen Wand. Ok, klappt einiges noch nicht, aber es ist ein Anfang" - Solingen: "Ich zahl doch keine 10 Euro für son Shirt und lass mir das Geld aus der Tache ziehen" (Natürlich gabs bei besagten Typen auch nix blaues im Kleiderschrank, logisch - und nebenbei klappte einiges auch genau wegen so Leuten nicht..).

Ich könnte das jetzt noch x-fach weiter ziehen, lasse es jetzt aber. Ich glaube, es ist klar, was gemeint ist.
Aufgabe für uns alle: Wie kriegen wir das raus? Und zwar nicht nur bei uns (auch ich erwische mich als gebürtiger Solinger ab und an dabei...), sondern insgesamt so positive Stimmung in die Halle, das diese Meckerei weniger wird bzw. nicht mehr ins Gewicht fällt?

Bevor Ultras zu Selbstdarstellern und Pyro-Only-Likern wurden, war der Gedanke mal "Frage nie, was Dein Verein für Dich tun kann,sondern was Du für Deinen Verein tun kannst" - manchmal (aber nur manchmal) täte ein kleines bischen "Ultra" ganz gut.
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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon Sven am Mi 19. Jun 2013, 09:38

Nach neuester Meldung des BHC 1200 Karten fest vergeben.

Damit bleiben noch 2000 für den freien Verkauf - in der KH noch weniger. In Liga 1 - ein Witz!! Davon gehen sicher noch ein paar DK sowie Gästefans ab.

Wir persönlich haben uns absichtlich gegen Dauerkarten entschieden, weil wir immer mal wieder wechselnde Interessierte mitnehmen. Das wird mit dieser Kartensituation aber zunehmend schwierig. Hoffentlich wachen die Städte bald mal auf. Ansonsten ist diese klassische "Neukundengewinnung über Empfehlung" fast ad acta. Wer hat schon Lust, dauerhaft Kartenprobleme im Einzelkauf zu haben?

Ich könnte das Ganze ja verstehen - Sperrhaushalte, Finanzprobleme der Städte, gefährdete Wiederwahl bei Ausgabe von Mitteln für Hallen, wenns am anderen Ende fehlt. Nur: Die 14 Millionen liegen ja da rum! Und können nicht einmal anderweitig eingesetzt werden, weil vom Land zweckgebunden.... .
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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon werbefuzzi am Do 20. Jun 2013, 16:15

Warten wir doch erstmal das Gutachten, das Gegengutachten, die zweite Gutachtermeinung, die Stellungnahme der Gutachterkommission, das Ergebnis der Schlichtungsstelle, die Landtags-Wahlen in NRW, die Dringlichkeitseinstufung von öffentlichen Projekten, die bis dahin von der HBL festgelegte Mindestgröße von 10.000 Zuschauern für Handballarenen, die Regenzeit, die nächste totale Sonnenfinsternis, die nächste Eiszeit und die Wiedergeburt des Erlösers ab...

...ab dann geht es doch ganz schnell. Also nur nicht ungeduldig werden. :?
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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon pletti79 am Do 20. Jun 2013, 18:48

Ich merke schon - wir sind kurz vorm Durchbruch! :lol:

Und wenn man sich kurz vorm Erlöser, nach drei Gutachten und vier Gegengutachten, fünf Gutachtermeinung und der Einberufung von 6 Gutachterkomissionen entschieden hat, ne neue Halle zu bauen, müssen die Gutachterkosten ja eingespart werden und man baut für die beispielsweise 4.000 Zuschauer statt 30 Toiletten einfach nur 5 ein. :roll:
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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon werbefuzzi am Fr 21. Jun 2013, 16:08

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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon werbefuzzi am Do 5. Dez 2013, 11:54

So allmählich scheint die Never-Ending-Story über den Hallenbau ja in eine ganz andere Richtung zu gehen. Während die 13,9 Millionen immer noch ungenutzt auf dem Konto rumdümpeln und der Wuppertaler Rat ratlos auf das erlösende und richtungsweisende Gutachten wartet, zeichnet sich so ganz allmählich eine ernstzunehmende Alternative ab.

Laut Bericht vom ST stand das Thema wohl gestern im Solinger Sportausschuß zur Aussprache.
Zitat:
„Doch allein Handballspiele reichen für das Betreiben einer so großen Halle nicht“, zeigt Föste Weitsicht, „sie muss auch für andere Veranstaltungen genutzt werden können.“ Deshalb hat der Solinger Expertisen in Auftrag gegeben, die prüfen sollen, ob Bedarf vorhanden ist. Wenn ja, wie groß und an welchem Standort die Halle gebaut werden soll. Dann geht es um die Finanzierung. „Da sehe ich keine großen Probleme“, so Jörg Föste.

Besonders beim letzten Satz bin ich dann doch etwas zusammengezuckt, schien doch die Finanzierung bislang immer das gößte Problem zu sein. Aber umso besser, insbesondere wenn die Städte da außen vor sind und das ganze privatwirtschaftlich oder mit Landesmitteln gefördert wird. Je weniger kommunale Profilierungskünstler da mitwirken, desto lieber ist mir das sowieso.
Jedenfalls scheint der BHC unter Federführung von Jörg Föste den Hallenbau ernsthaft voranzutreiben.
Ich meine: gut so!
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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon BergischerLoewe am Di 10. Dez 2013, 12:39

werbefuzzi hat geschrieben:
Besonders beim letzten Satz bin ich dann doch etwas zusammengezuckt, schien doch die Finanzierung bislang immer das gößte Problem zu sein. !


Nun, aus welcher Branche kommt Jörg Föste, bzw. betätigt sich neben dem Kerngeschäft dort? ;)

Der macht da einfach etwas sehr Schlaues: Bedarf ertmitteln lassen und bei positivem Bescheid eine Geschäftsidee für den Eigenbestand umsetzen ;) Das er in Personalunion auch BHC Geschäftsführer ist, ist da glaube ich eher ein für uns extrem glücklicher Zufallsumstand 8-) Ich könnte mir vorstellen, das jemand wie er auch auf die Idee gekommen wäre, wenn er bis gestern nichts mit dem BHC zu tun gehabt hätte. Immer vorausgesetzt, die Studie ergibt Bedarf.
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