Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon werbefuzzi am Mi 28. Mai 2014, 14:21

Die beiden Städte sollen auch kein Geld geben, sie sollen nur den Stempel unter die Baugenehmigung setzen und sich sonst aus allem raushalten, dann wird das auch was.
Das Geld kommt aus überregionalen Fördertöpfen und der Privatwirtschaft, wie JF schon andeutete, ergeben sich da manigfaltige Möglichkeiten.
Zur Hallengröße habe ich gerade ausführlich auf der BHC FB-Seite was geschrieben, da sehe ich gute Chancen.
Zudem spült eine funktionierende Halle auch wieder Einnahmen in die leeren Stadtkassen, vom Imagegewinn mal ganz abgesehen.
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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon BergischerLoewe am Mi 17. Sep 2014, 10:57

http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppe ... -1.1743081

Statement meinerseits dazu im Zuschauerthread
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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon Kah am Mi 17. Sep 2014, 22:22

Ich bin schon erstaunt, dass es 2 Berechnungen gibt, die zu so unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
Jetzt soll ein Hallenneubau angeblich plötzlich 29 Mio. verschlingen.

Ich halte eine Sanierung für einen schweren Fehler, weil man die Chance verpasst, diese baulich verunglückte und nicht mehr zeitgemäße Halle loszuwerden.
Ich befürchte auch, dass die Sanierung wesentlich teurer werden wird: Zum wird das "Experiment Halle in der Halle" viel Geld verschlingen, zum anderen wird man bei der Sanierung sicher noch weitere (Bau-)Leichen im Keller finden.
Am Ende hat man eine Unihalle 2.0, hat 20 Mio € versenkt und keinen sichtbaren Mehrwert geschaffen.
(Zum Vergleich: Neubau + Abriss ohne 3-fach-Halle = lt. Gutachten 22,6 Mio. / Schwalbe-Arena Gummersbach: 10,4 Mio € ????)

Das Desaster "Stadion am Zoo" sollte eigentlich eine Mahnung sein: Viele versenkte Millionen, eine zugige Haupttribüne und ein hässliches Nebeneinander von Tribünenstückwerk aus den letzten 100 Jahren.

Ich hoffe, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Ich kann mir vorstellen, dass die Uni mit dieser Lösung auch nicht zufrieden sein kann.
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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon werbefuzzi am Do 18. Sep 2014, 00:38

Nun hat die Wuppertaler Stadtführung endlich ihr Gutachten, das sie immer so haben wollte. Das mit einer Sanierung der veralteten und für Sportveranstaltungen ungeeigneten Halle niemanden geholfen ist, scheint sie dabei nicht zu stören. Die Uni als Hauptmieter ballert weiter eine runde dreiviertel Millionen pro Jahr an Unterhaltskosten in den Schornstein und hat nach der Renovierung immer noch die selbe (Flächen)Kapazität wie vorher. Von den jahrelangen räumlichen, zeitlichen und baubegleitenden Beeinträchtigungen mal ganz zu schweigen. Wie will die Uni den Sport- oder Lehramtstudenten klar machen, daß in den nächsten Jahren mit Hallensport mal garnix läuft, ein prima Anreiz für zukünftige Studenten in Wuppertal.
Die angestrebte Lösung mit zusätzlicher Dreifachsporthalle, Abriß der Unihalle mit anschließendem Neubau nach modernen Standards, hätte nicht nur die Kapazitätsprobleme der Uni gelöst und den fortlaufenden Studienbetrieb gewährleistet, sondern auch direkt mit der Uni und dem BHC zwei finanzkräftige Ankermieter gebracht.
Andere Städte haben mit ihren Hallen den Nachweis erbracht, das dies mit den vorhandenen 13,9 Millionen möglich ist, ebenso wie die unieigenen Zahlenspiele der Experten.
Auf der einen Seite bin ich jetzt zwar enttäuscht, aber andererseits macht dies den Weg des BHC nach einer eigenen, privat- und mit Landesmitteln finanzierten Halle frei. Je weniger örtliche Komunalpolitik eingebunden werden muß, desto besser!
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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon BergischerLoewe am Di 28. Okt 2014, 20:27

Jaja. Ich hab keine Ahnung. Ich sehe schwarz. Und überhaupt alles an den Haaren herbei gezogen...

http://solinger-tageblatt.de/Home/Solin ... bb3001e-ds

Zusammen mit dem von mir im Kölnarenathread genannten und zitierten mache sich jetzt jeder noch einmal ein Bild.
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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon werbefuzzi am Di 28. Okt 2014, 21:15

Das ist natürlich ein Rückschlag, aber irgendwie habe ich damit gerechnet, daß der Wuppertaler OB da querschießt,schließlich will man sich aus Wuppertaler Sicht keine Konkurrenz zur präferierten Unihalle machen. Ist zwar völliger Blödsinn, da die geplante Arena ganz andere Dimensionen haben soll und so auch eine völlig andere Veranstaltungsklientel anspricht, aber über den Tellerrand können die Wuppertaler Verantwortlichen wohl nicht schauen.
Dafür läßt man sich beim Aufstieg auf dem Rathausbalkon feiern und sonnt sich im fremden Erfolg. Jetzt, wo es darum geht, das Aushängeschild des Bergischen Sports mal etwas zu unterstützen, was dem Wuppertaler Stadtsäckel nix kostet, wird gemauert und der eigene Kirchturm wieder hervorgeholt.

Leider wird die Rechnung nicht aufgehen, bei der längsfälligen Grundsanierung der Unihalle wird diese für seeeehr lange Zeit unbespielbar sein, da wird sich der BHC also eine andere Spielstätte suchen müssen,ob man danach noch einmal zurückkehrt...???
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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon Löwenzebra am Di 28. Okt 2014, 22:09

Peter Jungs Amtszeit endet damit spätestens am 20. Oktober 2015. :twisted:
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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon pletti79 am Di 28. Okt 2014, 22:22

Der nächste Akt des Totengräbers von Wuppertal und ein weiteres Beispiel für die nicht vorhandene Verlässlichkeit von Politikern. Da spielen sachliche Argumente immer nur eine untergeordnete Rolle hinter Pöstchenschieberei, Kompetenzgerangel und Machtgeilheit.

Ich frage mich nur, inwiefern Herr Jung mit diesem krampfhaften, wirtschaftlich völlig unsinnigen Erhalt der Unihalle Wuppertal nach vorne bringen will? Die nächste Veranstaltung die in der Unihalle (abgesehen von den Heimspielen des BHC) stattfindet, ist der Auftritt von Dieter Nuhr Ende Januar (!). Und dieses Desinteresse der Agenturen an der Unihalle wird wohl nicht vom mangelnden Brandschutz abhängen.

Auch wenn ich "nur" in Wuppertal arbeite - das:
Peter Jungs Amtszeit endet damit spätestens am 20. Oktober 2015. :twisted:


ist Wuppertal dringend zu wünschen!
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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon BergischerLoewe am Mi 29. Okt 2014, 13:28

Ich will ja gar nicht recht haben. Habe ich aber immer wieder.

Ich sage: Mit der bergischen Menthalität wird das nix. SCS, Union, WSV, FCR, LTV, letzlich auch SG Solingen, die nur durch Teilfusion überlebt hat, Einkaufszentren, A3 Auffahrt, Gewerbegebiete..... es ist immer wieder das Gleiche. Kirchturm, Kirchturm, Kirchturm. Sturheit, Scheuklappe, zu kleines Denken - und an den Resultaten daraus dann rumnöhlen und nörgeln. Lieber WSV in Liga 27 und FCR und Union Pleite, als einen BFC. Lieber ne vollkommen und für alles unbrauchbare Unihalle für eine Schweinekohle sinnfrei sanieren. Warum bauen die dann nicht gleich für kleineres Geld eine simple Dreifachturnhalle ohne Zuschauerränge, die braucht doch eh keiner?!?! Na klar, weil das Ding dann am eigenen Kirchturm steht. Unfassbar intelligenzfrei, aber machste halt nix. Aber Solingen kann es ja genauso gut. Lieber 3 mal ein Mini-EKZ mit Ladengrössen von 4 qm bauen und sich dann wundern, das da keiner hin will, als es EINMAL von ANFANG AN richtig zu machen. War nun in Summe teurer, als einmal die grosse Lösung. Klingenhalle der selbe Schmuh. Schon dreimal dran rumsaniert, ein paar Stuhlreihen eingebaut, Licht erneuert - und in Summe fast so viel ausgegeben, als der städtische Anteil gewesen wäre, wenn man EINMAL was Neues gebaut oder gescheit ausgebaut hätte.

Es wird nicht anders gehen. Richtung Rheinland öffnen, ob westlich oder südwestlich ist letzlich egal. Als "bergischer" Verein keine Chance auf dauerhaften Spitzensport. Ob das dann gut geht, ist ein anderes Blatt, aber das bisherige Blatt wird ja mal definitv verwelken, also gehts ja nicht anders, als das andere zu pflegen.

Einfach nur dämlich auch, weil (unter anderem) meine These von der Zugkraft der Halle ja nun final bewiesen ist. 3.000 kriegen wir nicht voll, aber 7.000 setzen wir ab. Klar, zieht so nicht dauerhaft, aber den generellen Sogeffekt muss doch auch der blindeste OB mal sehen.
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Re: Unihalle - Sanierung oder Neubau?

Beitragvon Chris am Mi 29. Okt 2014, 14:55

Sicher ist:
- der BHC braucht eine Halle mit ca. 5000 Zuschauern, um langfristig Spitzenhandball zu bieten
- eine neue Halle macht vieles attraktiver und zieht neue Sponsoren und einige Zuschauer an
- bin mir sicher, auch die OB`s hätten grundsätzlich nichts gegen eine solche Halle

Aber, andererseits dürfte sicher sein:
- die Städte haben das Geld für die Halle nicht, können max. Gewerbeflächen stellen und evtl. EU Gelder dafür in Anspruch nehmen (was zur Folge hat, dass die woanders nicht verwendet werden können)
- einige Zuschauer würden dann auch durch höhere Eintrittspreise abgeschreckt werden
- eine Halle nur durch 17 Handballspiele wirtschaftlich auf gesunden Beinen zu halten, ist nicht möglich, es ist sehr schwer, Hallen ausreichend zu vermarkten, zumal das bergische Land keine Magnetkraft auf Künstler hat. In der Region sind schon Hallen, die selbst Mühe haben, sie wirtschaftlich zu führen. Für regionale Veranstaltungen ist sie mit 5.000 Leuten wohl i.d.R. zu groß
- ein Standortwechsel ins Rheinische (Leverkusen, Düsseldorf...) hätte zur Folge, dass a) der Verein kein Bergischer Verein mehr wäre und b) mind. 2/3 der Zuschauer nicht mehr kämen (inclusive mir, der schon seit über 20 Jahren treu zu SR Höhscheid, SG Solingen und BHC geht)

Fazit: ich bin auch für eine neue Halle, aber ich kann die verstehen, die sich skeptisch zeigen. Eigentlich sehe ich nur die Möglichkeit mit EU Geldern und /oder in Verbindung mit der Uni.
Chris
 
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